Presseinformation
Keine zeitliche Streckung
Presseerklärung der Sprecherinnen und Sprecher der zukünftigen Primarschulen
Hamburg, 26.01.2010.
Die Schulleitungen aller zukünftigen Hamburger Primarschulen haben in den letzten Wochen aus ihren Reihen dreizehn Vertreterinnen und Vertreter der sieben Hamburger Schulbezirke gewählt. Ziel der Arbeit dieser Sprechergruppe ist die Vertretung der Interessen der zukünftigen Primarschulen.
Gerade im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen zwischen der Behörde für Schule und Berufsbildung und der Initiative `Wir wollen lernen` ist es uns wichtig, Position zu beziehen:
- Wir stehen einstimmig und vorbehaltlos hinter dem Ziel des längeren gemeinsamen Lernens.
- Für eine erfolgreiche Einführung der Primarschule halten wir es für dringend geboten, die Schulreform flächendeckend und im bestehenden Zeitplan einzuführen. Eine zeitlich oder regional gestaffelte Umsetzung lehnen wir ab.
- In den Bezirken muss es unseres Erachtens schnell zu tragfähigen und auf die Regionen zugeschnittenen Zeitplänen für die Zubaumaßnahmen kommen.
Die zukünftigen Primarschulen haben sich in den vergangenen Monaten auf den Weg gemacht und die inhaltlichen sowie die strukturellen Voraussetzungen vorbereitet, um die Schulreform erfolgreich umzusetzen. Im Interesse der Schülerinnen und Schüler, ihrer Eltern und der Lehrerinnen und Lehrer ist es dringend geboten, so schnell wie möglich Planungssicherheit herzustellen.
Frauke Carstensen, Schulleiterin Schule Lutterothstraße Stefan Möller, Schulleiter Schule Eulenkrugstraße
i.A. der Sprecherinnen und Sprecher der Hamburger Primarschulen
19.11.2009
Primarschule zwingend notwendiger Schritt
Angesichts der deutlichen Zustimmung zum Volksbegehren „Wir wollen lernen“ sieht der Verein „Eine Schule für Alle“ den Senat in der Pflicht, die Schulen personell und materiell auseichend auszustatten, in den Bildungsbereich zu investieren und nicht zu sparen.
„Eltern wollen für ihre Kinder die beste Bildung und sind in Zeiten von knappen Kassen und Wirtschaftskrise zutiefst verunsichert, was zukünftig im Bildungsbereich auf ihre Kinder zukommt. Mit diesen Ängsten haben die InitiatorInnen des Volksbegehrens „Wir wollen lernen“ gespielt, indem sie die Verunsicherung vieler Eltern mit falschen und unsachlichen Behauptungen noch verstärkt haben“, so kommentiert Karen Medrow-Struß, 1. Vorsitzende des Vereins „Eine Schule für Alle“, das vorläufige Ergebnis.
Auch mit Hilfe einer immensen Materialschlacht, einer beispiellosen Werbekampagne, einer Presse, die in weiten Teilen die „Wir wollen lernen-Parolen“ fast täglich schwarz auf weiss in Druck gegeben hat, eines beeindruckenden Spendenaufkommens und bevorzugter Sammelbedingungen (ECE-Center) sind die notwendigen Unterschriften zusammen gekommen.
Die Mitglieder des Vereins „Eine Schule für alle“ haben immer deutlich gemacht, dass die 6-jährige Primarschule kein zwingend notwendiger Schritt hin zum längeren gemeinsamen Lernen ist, diese aber gelingen muss, um überhaupt endlich eine Option auf eine gerechtere Schulbildung für alle erreichen zu können. „Nun zeigt sich, dass unser Weg, alle weiterführenden Schulen zu verlässlichen Schulen zu machen, die jedes Kind individuell fördern mit dem Verzicht von Abschulen und Sitzenbleiben, die klarere Lösung ist. Die Eltern hätten die freie Schulwahl und jede Schule müsste die Kinder behalten, die angemeldet werden“, sagt Christiane Albrecht, stellv. Vorsitzende des Vereins „Eine Schule für Alle“.
27.10.2009
Volksbegehren „Wir wollen lernen“ zielt in die falsche Richtung
Der Verein „Eine Schule für Alle“ ruft die Hamburgerinnen und Hamburger auf, das Volksbegehren „Wir wollen lernen“ nicht mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.
„Wir treten für das zentrale bildungspolitische Ziel gleicher Chancen auf bestmögliche Bildung für alle Kinder ein und dieses Ziel verfolgt das Volksbegehren „Wir wollen lernen“ ganz sicher nicht“, sagt Karen Medrow-Struss, die Vorsitzende des Vereins „Eine Schule für Alle“. „Im Gegenteil, die InitiatorInnen dieses Volksbegehrens stehen weiterhin für ein sozial ungerechtes und ausgrenzendes Schulsystem, das unsere Kinder nach Herkunft trennt und nicht in ihren Fähigkeiten stärkt und fördert.“
Christiane Albrecht, stellv. Vorsitzende das Vereins „Eine Schule für Alle“ ergänzt:“ Wir haben mit der Hamburger Schulreform erstmals die echte Chance, den Einstieg in längeres gemeinsames Lernen zu schaffen und damit mehr Chancengleichheit, bessere Leistungen und sozialen Zusammenhalt zu erreichen. Damit dies gelingt, brauchen wir die Mitarbeit aller Beteiligten vor Ort an den Schulen und keine InteressenvertreterInnen einer kleinen Lobbygruppe, die in Wahrheit mit ihren Kindern unter sich bleiben wollen.“
Der Verein „Eine Schule für Alle“ setzt weiterhin in seiner Arbeit auf sachliche Aufklärungsarbeit vor Ort in den Stadtteilen und tritt dem Schüren von Ängsten und der bewussten Verbreitung von Vorurteilen entschieden entgegen.
Wer Interesse hat an der Mitarbeit im Verein, der kann sich auf der Internetseite www.eineschule.de über die nächsten Termine und Aktivitäten informieren.
08.05.2009
Desginierter DGB - Chef Uwe Grund unterstützt Primarschule
In seinem ersten Interview nach der Nominierung zum neuen DGB - Chef hat der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Uwe Grund den Kurs des noch amtierenden DGB-Chef Pumm in der Schulpolitik voll unterstützt. Dieser hatte vor wenigen Tagen der grünen Schulsenatorin Goetsch seine Unterstützung bei der Einführung der Primarschule zugesichert und die schwarz-grüne Schulpolitik gelobt.
Von Hamburg 1 darauf angesprochen, ob es nicht zu Interessenkonflikten kommen könne zwischen seiner Funktion als SPD - Abgeordneter und der neuen Position als DGB - Chef antwortet Grund: "Da werde ich die Postitionen der Gewerkschaften deutlich vertreten"
Nachgefragt, ob das denn auch für die Schulpolitik gelte und ob er die Postitionen und Äußerungen des noch amtierenden DGB - Chefs in Sachen Schulpolitik unterschreiben könne, antwortete Grund:
"In der Frage der einen Schule für alle unbedingt. Und ich bin mit Erhard Pumm gemeinsam der Meinung, dass die Entwicklung in Richtung Primarschule ein richtiger und wichtiger Schritt ist. Die Frage ist nur, wie das umgesetzt wird. Und darüber können wir gern streiten."
19.04.2009
Volksinitiative grenzt sich ab!
Wir wollen länger gemeinsam lernen! Die Volksinitiative „Eine Schule für Alle“ grenzt sich in aller Schärfe von dem Protest der Schulreformgegner ab.
Karen Medrow-Struß, wiedergewählte 1. Vorsitzende des Vereins „Eine Schule für Alle“, kündigt an:“ Wir treten weiter für das Ziel einer gemeinsam Schulzeit bis Klasse 10 ein. Die Einführung der Primarschule ist dafür nicht zwingend notwendig. Unser Gesetzestext zeigt, dass längeres gemeinsames Lernen auch leichter erreicht werden kann. Wenn es aber die Primarschule schafft, dass die soziale und damit zutiefst ungerechte Auslese nach Klasse 4 überwunden werden kann und sie zu mehr individueller Förderung führt, dann unterstützen wir sie, als Zwischenschritt hin zu längerem gemeinsamen Lernen.“
Bei der Umsetzung der Primarschule fordert die Initiative von der zuständigen Behörde, alles zu tun, um dem Ziel des längeren gemeinsamen Lernens und der Überwindung der sozialen Auslese näher zu kommen. Dazu gehören der gleichberechtigte Professionenmix der Lehrkräfte an allen Primarschulen, keine Anbindung an weiterführende Schulen durch Vorfestlegungen durch bestimmte Profilbildungen, noch Formen äußerer Leistungsdifferenzierung. Alle Kinder lernen an der 6-jährigen Primarschule gemeinsam, das muss das Grundprinzip sein und bleiben.
Christiane Albrecht, die neue stellvertretende Vorsitzende des Vereins ergänzt:“ Diejenigen, die jetzt massiv gegen die Primarschule kämpfen, setzen sich in Wahrheit mit fadenscheinigen Argumenten für den Erhalt des Status Quo ein, sprich für den priviligierten und exklusiven Weg ihrer Kinder am Gymnasium. Aber auch diese Schulen müssen lernen, alle Kinder entsprechend ihren unterschiedlichen Fähigkeiten zu fördern. Der deutsche Weg der sozialen Aufteilung unserer Kinder auf ungleichwertige Bildungswege ist in unzähligen Studien belegt und kritisiert worden. Wenn die Primarschule ein erster Schritt ist, diese Ungerechtigkeit und Verschwendung von Kompetenzen und Talenten zu beenden, dann wird unsere Initiative mithelfen, dass er gelingt. Denn wenn die eine Schule für alle in Hamburg gelingen soll, dann darf die Primarschule nicht gegen die Wand gefahren werden!“
Volksinitiative unterstützt Gesamtschulen
4. Januar 2009
Zum Schuljahr 2009 / 2010 haben Eltern von Viertklässlern möglicherweise zum letzten Mal die Möglichkeit, ihr Kind für eine weiterführende Schule ihrer Wahl anzumelden. Noch einmal bewerben sich Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen um die Gunst der Eltern. Die Volksinitiative „Eine Schule für Alle“ unterstützt in dieser Situation die Gesamtschulen in Hamburg.
Karen Medrow-Struß, Sprecherin der Volksinitiative, dazu:
“Die Gesamtschulen sind die derzeit einzige Alternative zum gegliederten selektierenden Schulwesen, sie sind die einzigen staatlichen Schulen der Sekundarstufe, in der Schüler und Schülerinnen aller Begabungsrichtungen und aller sozialen Schichten unterrichtet und erzogen werden.“
Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit an den Gesamtschulen stehen die individuelle Leistungsförderung und die soziale Erziehung. Wie die Lernausgangslagen-Untersuchungen gezeigt haben, sind die Lernzuwächse für alle Schüler und Schülerinnen besonders hoch. Simon Völcker, Sprecher der Volksinitiative, ergänzt: “ An der Gesamtschule wird für alle Schülerinnen und Schüler der Zugang zu allen Abschlüssen der Sekundarstufe I offen gehalten; kein Kind bleibt sitzen. Von den Jugendlichen, die über ihre Gesamtschule den Zugang zur gymnasialen Oberstufe erreichen konnten, hatten ursprünglich rund 70 Prozent keine Empfehlung ihrer Grundschule für den Besuch des Gymnasiums!“
Kinder, die den Zugang zur gymnasialen Oberstufe erworben haben, werden an den Gesamtschulen in einem dreijährigen Bildungsgang zum Abitur oder zur Fachhochschulreife geführt.
Die Schulbehörde garantiert den Eltern, die ihre Kinder zum Schuljahr 2009/2010 an einer Gesamtschule anmelden, dass ihre Kinder bis zum Abschluss ihrer Schulzeit – trotz aller im Rahmen der Schulreform geplanten Veränderungen – nach den pädagogischen Prinzipien der Gesamtschule gefordert und gefördert werden.
19.11.2008
Presseinformationen
Die Initiative „Wir wollen lernen“ zielt in die falsche Richtung
Bei der Bewertung der großen Zahl an Unterschriften muss man berücksichtigen, dass Herr Dr. Scheuerl alle Menschen dazu aufgerufen hat, zu unterschreiben, unabhängig davon, ob sie das Wahlalter schon erreicht oder überhaupt eine Wahlberechtigung haben…
„Das Ziel dieser Initiative ist in unseren Augen rückwärtsgewandt, strukturkonservativ und ausgrenzend. Herr Dr. Scheuerl weigert sich konsequent zur Kenntnis zu nehmen, dass wir eine Schulstruktur brauchen, die Schluss macht mit der Aufteilung von Schülerinnen und Schülern nach sozialer Herkunft“, so kommentiert Klaus Bullan diese Volksinitiative. Er ist Sprecher der Volksinitiative „Eine Schule für Alle“, die erreichen möchte, dass sich alle weiterführenden Schulen zu fördernden und integrativ arbeitenden Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln und dabei alle Kinder in den Mittelpunkt eines guten und modernen Unterrichtes stellen.
Karen Medrow-Struß:“ Unser Problem ist es nicht, die starken Kinder, die auch durch ihre Eltern eine große und verlässliche Unterstützung erhalten, zu guten Ergebnissen zu bringen, sondern denjenigen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu bieten, die es aufgrund ihrer sozialen und/oder kulturellen Herkunft schwer haben, dieselben Startchancen in der Schule zu bekommen. Das zeigt ja auch die jüngste PISA E- Auswertung leider aufs Neue, dass gerade in Hamburg der Zusammenhang von Bildungserfolg und Herkunft nach wie vor sehr entscheidend ist.
Presseinformationen
Freitag 10. Oktober 2008 Presseniformation Nr. 24
„Die Diskussion um die gute Schule von morgen lässt sich nicht mehr aufhalten“
Hamburg, 10. Oktober 2008.- Die Volksinitiative hatte bis zuletzt gehofft, innerhalb von drei Wochen die notwendigen rund 62.000 Stimmen wahlberechtiger HamburgerInnen zusammentragen zu können. Obwohl die Briefwahlunterlagen und die Eintragungen in den Bezirksämtern noch nicht vollständig ausgezählt sind, zeichnet sich ab, dass das Volksbegehren nicht die vorgeschriebene Stimmenzahl erreicht hat.
Dazu erklä
Donnerstag 02. Oktober 2008 Presseinformation Nr. 23
„Eine Schule für Alle“ erhält offizielle Unterstützung der Universität
Der Fakultätsrat EPB, das höchste universitäre Gremium für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft in Hamburg, hat auf seiner Sitzung am 17. September 2008 den Beschluss gefasst, die Volksinitiative "Eine Schule für Alle" und deren Aufruf zum Volksbegehren zu unterstützen. Außerdem regte der Fakultätsrat die Mitglieder seiner Fakultät an, sich unter anderem „im Rahmen von Lehrveranstaltungen mi
Sonntag 21. September 2008 Presseinformation Nr. 22
Fulminanter Auftakt zum „ GROSSEN SAMMELN“ für das Volksbegehren
Weit über 200 Menschen sind zur Auftaktveranstaltung in die Ida-Ehre-Gesamtschule am vergangenen Donnerstag gekommen
„Wir sind sehr zufrieden mit der großartigen Resonanz und gehen davon aus, dass es in den kommenden 3 Wochen eine breite Zustimmung zu unserer Initiative geben wird“, resümiert Karen Medrow-Struß, Sprecherin der Volksinitiative „Eine Schule für Alle“.
In seinem Eingangsreferat legte Dr. Ern
Freitag 12. September 2008 Presseinformation Nr. 21
Jetzt wird es ernst mit dem Volksbegehren
Mit einer Auftaktveranstaltung startet die Volksinitiative „Eine Schule für Alle“ ihre Unterschriftensammlung.
Vom 19. September bis 9. Oktober 2008 sind alle Hamburger Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, durch Stimmabgabe mit zu entscheiden, wie die moderne Schule der Zukunft in Hamburg aussehen soll.
Zum Auftakt des Volksbegehrens laden die Initiatoren interessierte Hamburgerinnen und Hamburger zu ein
Samstag 09. August 2008 Presseinformation Nr. 20
Volksbegehren „Eine Schule für Alle“ vom 19. September bis 9. Oktober 2008
Nun ist es amtlich: Gestern, am 8. August 2008, hat der Landesabstimmungsleiter Willi Beiß alle notwendigen Informationen über die Durchführung des Volksbegehrens „Eine Schule für Alle“ veröffentlicht. Das Volksbegehren findet von Freitag, 19. September 2008, bis einschließlich Donnerstag, 9. Oktober 2008, statt. Ziel der Volksinitiato¬ren ist es, das Hamburgische Schulgesetz mit dem vorgelegten Entwurf eines „G
