Sie sind hier: Die Initiative
7.9.2010

Die Initiative

17.05.2008

Die Initiative

Liebe Hamburgerinnen und Hamburger,

wir, die Volksinitiative „Eine Schule für Alle“, sind ein breites Bündnis von Eltern, Lehrern, Erziehern und an Bildung interessierten Hamburger BürgerInnen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Hamburger Schulen zu verbessern. Wir wollen Förderung statt Auslese, gemeinsames Lernen statt Ausgrenzung, eine ausreichende Ausstattung der Schulen, und allen Schülerinnen und Schülern sollen alle Schulabschlüsse offenstehen. Dabei dient uns das Skandinavische Schulmodell als Vorbild. Der Kern ist also “eine Schule für Alle”.

Unser Ziel wollen wir durch einen Volksentscheid erreichen. Voraussetzung für die Durchführung eines Volksentscheids sind vorher eine so genannte Volksinitiative, in der 10.000 Unterschriften beigebracht werden müssen, und ein Volksbegehren, bei dem ein Zwanzigstel der Wahlberechtigten, das sind in Hambug 61.000 sich mit ihrer Unterschrift den Zielen der Initiative anschließen müssen. Die erste Stufe verlief erfolgreich, kurzfristig konnten 15.500 Unterschriften gesammelt werden. Im zweiten Schritt, dem Volksbegehren vom 19. September 2008 bis zum 9. Oktober 2008 gelang es leider nicht, die erfordelrichen 61.000 Unterschriften einzusammeln. Mit 51.059 Unterschriften haben wir dieses Ziel verfehlt. Die zur Verfügung stehenden drei Wochen haben dafür nicht ausgereicht. In einer Zwischenbilanz hat die Initiative dennoch beschlossen, die Arbeit fortzuführen. In einem Beschluss heißt es:

"51.509 Unterschriften in drei Wochen auf Hamburgs Straßen und Plätzen, in der Nachbarschaft und an den Arbeitsstätten für ein relativ abstraktes Modell von Schule zu sammeln, zeugt von einem enormen Unterstützungspotential für Eine Schule für Alle in der Stadt. Es ist in sehr kurzer Zeit in Hamburg gelungen, das Thema des längeren gemeinsamen Lernens, der Bildungsgerechtigkeit, in die Stadt zu tragen. Ca 300.000 Gesprächskontakte haben gezeigt, dass es ein längerer Weg ist, die in der Stadt vorhandene Sympathie für unser Konzept zu mobilisieren und ihr mit ihrer Unterschrift die sichtbare und notwendige Unterstützung zuteil werden zu lassen. Wir haben dabei aber auch erfahren, dass es sich lohnt, diese Auseinandersetzung zu führen. Wir haben mit der Volksinitiative erreicht, dass das Thema nicht mehr eine „Expertendebatte“ unter bildungspolitisch Interessierten oder Betroffenen ist: wir haben das Thema in die Stadt getragen, im wörtlichen Sinne auf die Straße. Und es ist jetzt in Hamburg angekommen. Der Kampf für Eine Schule für Alle geht in Hamburg und darüber hinaus weiter."

 


Nach oben

17.05.2008

Alle reden von besseren Schulen - tun wir was dafür!

Schule muss sich ändern

Spätestens seit den PISA-Studien ist klar: Das deutsche Schulsystem kann international nicht mithalten. Es muss sich ändern. Jetzt kommt auch Hamburgs Schulwesen in Bewegung. In welche Richtung es geht, dürfen allerdings nicht diejenigen bestimmen, die Schule täglich hautnah erleben: Schüler, Lehrerinnen, Eltern. Deshalb starten wie diese Volksinitiative. Wir wollen, dass alle Menschen in Hamburg demokratisch über die Zukunft unserer Schulen entscheiden können – schließlich geht es um unsere Kinder.

Die Pläne des Senats

Hauptschulen haben keine Zukunft. Sie bieten den Kindern keine Perspektiven. Das sieht auch der Senat inzwischen ein. Doch statt einer offenen Debatte, in die alle Betroffenen einbezogen werden, will er überstürzt und über die Köpfe der Menschen hinweg eine neues Schulsystem einführen: Schon zum nächsten Schuljahr soll es nur noch Gymnasien und so genannte Stadtteilschulen geben. Aber ist das wirklich die Lösung? Oder bleibt im Kern nicht alles beim Alten?

Zwei Schulen, zwei Klassen

Die Probleme unserer Schulen werden dadurch nicht gelöst. Die Ungleichheit der Bildungschancen bleibt bestehen. Kinder aus sozial benachteiligten Familien bleiben zu oft »zweite Klasse«. Die Begabungen der Kinder werden nicht ausgeschöpft, sie können ihre Leistungsfähigkeit nicht entfalten.

Die Lösung

Wir sind überzeugt: Eine Schule für alle ist gerechter, leistungsfähiger und zeitgemäßer. Und sie ist machbar: Wir müssen nur in unsere erfolgreichen Nachbarländer schauen. Dort gibt es nur Schulen für Alle. 

 


Nach oben